Zusammenhalt durch Teilhabe im Sport

Koordination eines besonderen Potenzials


In einem Boot - die dsj hilft, die Ziele des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ in den Sportstrukturen zu verankern. Foto: Fotolia

Gegen (alltags-)rassistisches Gedankengut, Ausgrenzungen und Gewalt wirkt Demokratiebildung. Nur wo Menschen sich ohne Angst und vorurteilsfrei beteiligen können, werden sie heimisch.

Mit diesem Wissen und Selbstverständnis sowie mit Unterstützung des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (Z:T) setzt sich die Deutsche Sportjugend auf Bundesebene für den „Zusammenhalt durch Teilhabe im Sport“ ein. Als Netzwerkkoordinatorin für den Sport unterstützt sie die im Bundesprogramm engagierten Sportverbände seit 2017 dabei, die Ziele von Z:T in den Sportstrukturen zu verankern. Sie tut dies, indem sie den Wissenstransfer und die Vernetzung fördert und verbandsinterne sowie externe Öffentlichkeitsarbeit zu den Projektaktivitäten übernimmt.

Die dsj organisiert Treffen der Sportprojektverantwortlichen aus zehn Landessportbünden bzw. -jugenden sowie dem Westdeutschen Fußballverband, die in ihren Strukturen eigene Projekte zur Demokratiestärkung durchführen. Sie selbst hat bis zum Jahr 2017 in der Qualifizierungsreihe „Demokratietraining für Konfliktmanagement im Sport“ fünfzig ehrenamtliche und hauptberuflich Mitarbeitende ausgebildet. Diese Demokratietrainer/innen haben sich intensiv mit der Förderung demokratischer Teilhabe und mit Maßnahmen gegen Extremismus auseinandergesetzt und sie haben Beratungsmethoden und Strategien zur Konfliktlösung erlernt. So können die Demokratietrainerinnen und -trainer diskriminierende Begebenheiten erkennen und vor Ort Verbände und Vereine in Konfliktfällen beraten und begleiten. Damit werden Extremismus und Demokratiefeindlichkeit, aber genauso Homophobie, Sexismus und anderen Formen von Intoleranz und Diskriminierung aktiv begegnet.

Auf Bundesebene steht die dsj im Dialog mit den anderen in Z:T engagierten Verbänden, der THW-Jugend, dem Deutschen Feuerwehrverband und den NaturFreunden Deutschlands. Darüber hinaus stellt sie in verschiedenen Netzwerken eine personelle Vertretung sicher. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Erstellung und Verbreitung kompakter, praxisorientierter Informationen und Materialien zum Thema Rechtsextremismus im Sport. Die dsj spricht damit aktive Sportlerinnen und Sportler ebenso wie Jugendleiterinnen und -leiter, Trainerinnen und Trainer sowie Funktionärinnen und Funktionäre an.

Der Förderzeitraum von „Zusammenhalt durch Teilhabe im Sport“ endet am 31. Dezember 2019. Bei einer Fortsetzung des Programms über dieses Datum hinaus plant die dsj, weiterhin eine koordinierende Rolle wahrzunehmen.


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Ansprechpersonen Z:T-Sport (Bundesländer)

Demokratietraining (2013-2015)

Materialien

Gemeinsam Demokratie gestalten

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